Infos Eltern und Erziehungsberechtigte

Mitwirkung der Eltern und Erziehungsberechtigten

Auch die Vertreterinnen und Vertreter der Eltern und Erziehungsberechtigten sind am QA-Verfahren an bestimmten Punkten beteiligt und es wird nach ihren Wünschen und Anliegen gefragt.

 

Wann sind Vertreterinnen und Vertreter der Eltern und Erziehungsberechtigten beteiligt und gefragt?

 

·         Abstimmungsgespräch

·         Interview mit den Eltern und Erziehungeberechtigten

·         Bericht

·         ggf. Erläuterungsgespräch

·         Zielvereinbarungsprozess

 

Und wie können sich die Vertreterinnen und Vertreter der Eltern und Erziehungsberechtigten gut vorbereiten?

 

Vorbereitung auf das Abstimmungsgespräch

 

Inhaltlich geht es darum herauszufinden, welche Themen- und Fragestellungen bei der Qualitätsanalyse der Schule in den Blick genommen werden sollen – aus Perspektive der Eltern und Erziehungsberechtigten. Die Entwicklung der Fragen ist ganz frei: Fragen könnten, müssen aber nicht sein:

  • Welche Stärken hat unsere Schule?
  • Was interessiert uns als Eltern und Erziehungsberechtigte in dieser Schule?
  • Welche Probleme haben wir an der Schule?
  • Woran haben wir in letzter Zeit gearbeitet?
  • Sind wir mit dem bisherigen Zielvereinbarungsprozess so zufrieden?
  • An welchen aktuellen schulischen Entwicklungsvorhaben arbeiten wir?
  • Welche (neuen) Ziele und Maßnahmen haben wir in der Schule geplant, um sie weiter zu entwickeln?
  • Womit haben wir uns bisher nicht beschäftigt und wollen wissen, ob wir in diesem Bereich etwas verändern können?
  • Welche Evaluationsmaßnahmen führen wir durch? Wie gehen wir mit den Ergebnissen um?

 

Zur Vorbereitung stellen das Qualitätsteam und die Schulleitung Informationen zur Verfügung. Da die katholischen Schulen in der Regel schon einmal ein QA-Verfahren durchlaufen haben, gibt es so genannte Zielvereinbarungen. Hier hat die Schule nach der ersten QA zusammen mit dem Schulträger festgelegt, welche Bereiche in Bezug auf Schul- und Unterrichtsentwicklung bearbeitet werden sollen. Diese Zielvereinbarungen und die Dokumente zu den einzelnen Schulentwicklungsprozessen helfen nachzuvollziehen, was schon alles in den letzten Jahren geschehen ist und wie viel Arbeit die Schule schon investiert hat. Diese Dokumente können - als eine Möglichkeit - ausgewertet werden, ob diese Wege schon zu Ende gegangen sind, die Dinge auf einem guten Weg sind oder ob noch Unterstützung benötigt wird.

Die im Vorgespräch oder von der Schulleitung ausgehändigten Materialien (Materialpaket) können ebenso als Hilfe dienen. Das Material, z. B. Abfragebögen, darf verändert werden. Eine Vertretung der Eltern und Erziehungsberechtigten kann z. B. eigene Fragen entwickeln, die Antworten von Ja/Nein hin zu beispielsweise „stimme voll zu“/“stimme eher zu“/“stimme eher nicht zu“/“stimme gar nicht zu“ oder anderen Variationen erweitern. Wichtig ist eine gute Rückkopplung an die Eltern und Erziehungsberechtigten, die vertreten werden.

 

 

Abstimmungsgespräch

 

Im Abstimmungsgespräch stellen zwei bis drei Vertreterinnen und Vertreter der Eltern und Erziehungsberechtigten die von ihnen ermittelten Themen- und Fragestellungen selbst vor. Vertreterinnen und Vertreter der Gruppe müssen nicht zwangsläufig mit den Mitbestimmungsgremien identisch sein. Auch das können die Vertreterinnen und Vertreter der Eltern und Erziehungsberechtigten selbst entscheiden.

An dieser Stelle ist kein Raum für Selbstdarstellung, sondern das Ergebnis der Findung von Themen- und Fragestellungen aus Perspektive der Eltern und Erziehungsberechtigten ist gefragt. Die Wünsche und Anregungen werden berücksichtigt. Das Qualitätsteam macht Vorschläge, welche Analysekriterien aus dem Qualitätstableau den Themen- und Fragestellungen zugeordnet werden können und übersetzt sie in die Sprache des Analysetableaus. Manchmal kann es vorkommen, dass Themen durch die Instrumente der QA nicht berücksichtigt werden können. In diesem Fall wird das Qualitätsteam auf das Problem eingehen und nach einer Lösung für die Berücksichtigung im Rahmen der QA suchen. Gemeinsam mit den anderen im Abstimmungsgespräch vertretenen Gruppen (Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Schulseelsorge, Schulaufsicht bzw. Schulträger und Schulleitung) wird dann das schulspezifische Analysetableau entwickelt.  

 

 

Interview mit den Eltern und Erziehungsberechtigten

 

Wichtig zu wissen ist, dass es sich hierbei nicht um eine Diskussionsrunde handelt, sondern um ein Gruppeninterview. Hier geht es um Fragen, die es dem Qualitätsteam ermöglichen, sich ein Bild von der Schule aus Perspektive der Eltern und Erziehungsberechtigten  zu machen. Und zwar genau zu den Themen- und Fragestellungen, die im Abstimmungsgespräch festgelegt wurden. Eine konkrete Vorbereitung ist nicht notwendig. Es wird zugesichert, dass selbstverständlich alle Aussagen im Interview nicht Einzelpersonen zugeordnet werden können und ein Vertrauensschutz gilt.

Es können maximal 12 Personen daran teilnehmen, die möglichst die Vielfalt der Schule darstellen und etwas zur Schule sagen können und wollen (z. B. Eltern von Jungen und Mädchen, Schülerinnen und Schüler möglichst vieler Jahrgangsstufen, AG-Teilnehmerinnen und AG-Teilnehmern, Funktionsträgerinnen und Funktionsträger im Förderverein, Beteiligte an Elternaktivitäten, also nicht unbedingt nur Gremienmitglieder).

 

 

Bericht, Erläuterungsgespräch und Zielvereinbarungsprozess

 

Der Bericht ist allen schulischen Gremien, also auch der Vertretung der Eltern und Erziehungsberechtigten innerhalb einer Woche nach Zusendung zur Verfügung zu stellen. Alle Gremienmitglieder haben das Recht, den Bericht in vollem Umfang lesen zu können.

 

Sollte der Bedarf bestehen, dass das Qualitätsteam den Bericht erläutert, so kann auf Anfrage der Schulleitung ein so genanntes Erläuterungsgespräch stattfinden, an dem auch Eltern und Erziehungsberechtigte teilnehmen können.

 

Die Schulleitung soll den Gremien zeitnah nach Erhalt des Berichts die Möglichkeit zu einer innerschulischen Diskussion und Maßnahmenplanung geben – zunächst jeweils allein und dann gemeinsam in der Schulkonferenz. Im Anschluss daran werden dann mit der Schulformaufsicht, die an Katholischen Schulen der Schulträger wahrnimmt, Zielvereinbarungen getroffen. Diese werden schriftlich „SMART“ (SMART: S_pezifisch, M_essbar, A_ttraktiv, R_ealistisch, T_erminiert) fixiert. Hier werden verbindlich Schritte und Planungen zur weiteren Schul- und Unterrichtsentwicklung getroffen.